Der Mensch hinter dem Autor

Der Mensch hinter dem Autor

Hallo meine Lieben,

 

meine 10-jährige Tochter hat mich vor nicht all zu langer Zeit gefragt, »Papa, woher wusstest Du eigentlich, dass Du ein Autor bist?«

 

Eine berechtigte Frage! Woher weiß man, dass man, für das was man tut, auch geschaffen ist? Viele Berufe erfordern eine Ausbildung. Einzelhändler müssen parallel eine betriebliche und eine schulische Ausbildung absolvieren und dass über drei Jahre hinweg. Doch sind sie dann auch wirklich gute Kaufleute? Warum fühlt man sich bei dem einen Verkäufer besser beraten, als bei dem Anderen, obwohl sie dieselbe Ausbildung haben? Und würdet Ihr aus den Wolken fallen, wenn Ihr nach einem Beratungsgespräch erfahren würdet, dass Euch gerade ein Praktikant beraten hat, der überhaupt kein berufliches Know-how besitzt.

 

Meiner Tochter habe ich es selbstverständlich einfacher erklärt.

 

Ich sagte ihr, dass viele Menschen das Schreiben gelernt haben, das dies jedoch noch lange keine Garantie auf Erfolg ist oder man schöne Texte verfassen kann. Wenn man schreibt, muss man es mit Leidenschaft und Liebe tun … Worte sind nicht einfach nur Worte, als Autor haucht man ihnen Leben ein. Man erschafft Welten die bunt oder düster sind, lustig oder traurig – je nachdem, was man für eine Geschichte erzählen möchte.

 

Als 10-Jährige ist meine Tochter natürlich nicht dumm und hat bemerkt, dass ich ihre Frage nicht beantwortet habe. Sie fragte mich noch einmal: »Papa, aber woher wusstest Du, dass Du ein Autor bist?«

 

Keine Ahnung, sagte ich zu ihr. Selbst nach meinem ersten Buch, dass ich im Jahr 2011 veröffentlichte, sah ich mich nicht als Autor. Der Begriff Autor war einfach zu groß und ich war doch nur ein kleines Licht.

Irgendwann sah ich mir den Film ›SisterAct‹ mit Whoopi Goldberg mal wieder an. Zu oft habe ich ihn schon gesehen, doch dieses eine Mal, veränderte mein Denken. Warum fragst Du Dich? Was hat das mit dem Autor sein zu tun? Der Charakter, den Whoopi in SisterAct verkörperte, sagte einen Satz, der mich, in einer leicht abgewandelten Form, nun über all die Jahre begleitete und mich bestärkte:

 

»Wenn Du morgens aufwachst und an nichts anderes, als ans Schreiben denken kannst, dann bist Du ein Autor!«

 

Man kann kein Autor werden, man ist ein Autor oder eben nicht!

Ich fing bereits in meiner Kindheit mit dem Schreiben an. Anfangs waren es noch deutsche Liedtexte, die ich mit zwei Freunden in einer Art ›Schulband‹ zum Besten gab. Nachdem sich unsere ›Band‹, nach relativ kurzer Zeit auflöste, wandte ich mich der Lyrik zu. Es entstanden sehr viele Gedichte, die sämtliche Facetten meines Lebens widerspiegelten. Irgendwann wollte ich mehr, als nur meine Gedanken und Gefühle niederschreiben.

Selbstverständlich hätte ich romantische oder dramatische Geschichten verfassen können, doch nach einer gescheiterten Beziehung im Jahr 2002, hatte ich genug von Drama.

Ein Film, der von einer Gruppe Superhelden handelte, gab mir die zündende Idee zu meinem ersten Buch. So schuf ich meine eigenen Helden.

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, so heißt es doch. Nach gefühlten tausend Anfängen schloss ich im Jahr 2006 die Arbeit an meinem ersten Werk ab. Der Titel: ›eXile – Das Mutanten Exil‹.

Man kann eXile sogar heute noch in einem Autoren-Netzwerk in Augenschein nehmen, doch zu einer Veröffentlichung hat es nie gereicht.

2011 stellte ich das Werk ›Invasion der Götter‹ fertig und 2012 folgte, mein bislang größtes und leider auch letztes Werk ›Die Dunkelzeit Trilogie‹.

Wer mehr über meine Bücher und aktuelle Projekte erfahren möchte, kann sich gerne auf meiner Facebook-Autorenseite darüber informieren. 

Manch einer könnte sich jetzt fragen, warum ich seit 2014 keine weiteren Bücher veröffentlichte.

Sicherlich hätte ich ohne Weiteres an den Erfolg anknüpfen können. Invasion der Götter hatte bereits viele Leser gefunden und Die Dunkelzeit Trilogie, damals noch bekannt unter dem Namen ›Sternenfinsternis‹, fand noch größeren Anklang in der Science-Fiction-Gemeinschaft.

Die Wahrheit ist, dass es schwer war für mich, etwas Neues zu schreiben. Ich habe es versucht, unzählige Projekte angefangen, aber mich letztlich in keinem wiedergefunden.

Dann ging es mit der Gesundheit den Bach runter. Im Jahr 2013 erlitt ich einen Leistenbruch. Dabei musste mein linker Hodenstrang abgeklemmt worden sein – ein Jahr später, folgte die schockierende Diagnose – Krebs. Es war wie ein Schlag ins Gesicht und ich fürchtete um mein Leben, da noch nicht feststand, ob der „harmlose“ Hodenkrebs bereits gestreut hatte. Nach der OP, die zu meiner körperlichen Unvollkommenheit führte und etlichen Nachuntersuchungen, stand fest, dass keine weiteren Krebszellen meinen Körper zerstörten. Entgegen dem Rat meiner Ärzte, eine Chemotherapie zu machen, suchte ich den Weg der Genesung in der Alternativmedizin. Zu meinem Glück! Denn am 10.12.2015 auf den Tag genau, ein Jahr nach der Entfernung meines linken Hodens, bekam ich das größte Geschenk meines Lebens – einen wunderschönen und gesunden Sohn. Wer glaubt nicht an Schicksal?

Nach sieben langen Jahren, der schriftstellerischen Abstinenz habe ich mich Anfang des Jahres 2018 wieder einem Projekt zugewandt und einer Fertigstellung steht nichts mehr im Wege. Doch wer einen weiteren Science-Fiction-Roman erwartet, ist auf dem Holzweg, denn mein nächstes Buch wird ein Jugend-Fantasy sein. Und wenn meinen Lesern nur halb so viel Spaß macht, ihn zu lesen, wie mir ihn zu schreiben, dann habe ich alles richtig gemacht.

Vor der Veröffentlichung bekommen alle meine Newsletter-Abonnenten einen exklusiven Einblick in meinen neusten Roman.

Vielen Dank … und ich hoffe wir lesen uns bald wieder 😉

Euer Markus